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Nvidia RTX 3000: Launch-Event Zusammenfassung

Jensen hat etwas im Ofen gebacken.

In diesem Beitrag haben wir das Launch-Event zu den NVIDIA RTX 3000 zusammengefasst. Neben den neuen Karten gab es auch neue Software.

“Fortnite is turning RTX ON”

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Fortnite goes RTX ON

Direkt zu Beginn des Videos zeigte Jensen einen kurzen Trailer zu einem neuen Update von Fortnite, welches nun Raytracing ermöglichen soll. Der Trailer war neben ein paar – expizit auf Reflektionen im Wasser fokussierte – Kameraeinstellungen recht schwach. Das kann aber auch durchaus der allgemeinen, recht simplen Grafik von Fortnite geschuldet sein, welche sich verglichen mit anderen Titeln eher weniger von Raytracing profitiert.

Nvidia Reflex: Die zukunft für e-Sport und Competitive?

NVIDIA REFLEX
NVIDIA REFLEX

Laut Jensen soll Nvidia Reflex die Latenzen innerhalb der Rendering-Pipeline zwischen GPU und CPU teilweise sogar halbieren. Das Programm soll mit dem Gameready-Treiber im September an den Nutzer weiter gegeben werden. Nvidia Reflex ist vorläufig nur mit Valorant, Fortnite, Apex Legends, Call of Duty: Warzone und Destiny 2 kompatibel.

360 Hz IPS Panel mit “Latency Analyzer”

G-SYNC E-Sports Display

Nvidia stellte für Acer, Alienware, Asus und MSI ein eigenes Display mitsamt eines 360 Hz IPS Panels und einem “Nvidia Reflex Latency Analyzer” vor. Diese sollen im Herbst 2020 auf dem Markt erscheinen.

DLSS 2.0

DLSS 2.0
DLSS 2.0

Mit DLSS 2.0 soll die Möglichkeit geschaffen werden, bei einer ähnlichen Bildqualität deutlich weniger an Leistung in Anspruch nehmen zu müssen. Das geschieht wie schon im Vorgänger mittels einer diesmal selbstlernenden KI.

Auch soll DLSS 2.0 verglichen mit der Ursprungsversion DLSS 1.0 an Effektivität nur so strotzen. Zum einen soll die Hochskalierung auf einem komplexeren Niveau deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Ebenso soll die KI nun die Tensor Cores noch effizienter Nutzen können. Die DLSS KI muss nun auch nicht mehr separat für jeden Titel angepasst werden. Laut Nvidia kann die KI im Alleingang neue Spiele analysieren und die eigenen Prozesse auf diese optimieren. Damit verspricht man sich also eine bessere Bildqualität bei noch weniger Anforderungen.

Nvidia RTX I/O

RTX I/O
RTX I/O

Mit Nvidia RTX I/O möchte man eine neue Form der Datenverarbeitung für Spiele einführen. Anstatt die schwerwiegende, teils doch leistungs-hungrige Bewegung und Formatierung der zu ladenden Daten über CPU und GPU laufen zu lassen, soll dies nun ausschließlich mittels der Grafikkarte geschehen. Man verspricht sich davon eine deutliche Entlastung der CPU bei nur geringer benötigter Mehrleistung der Grafikkarte.

Nvidia Broadcast: Treiber statt Greenscreen und teurem Audioequipment

NVIDIA BROADCAST
NVIDIA BROADCAST

Bereits vor einigen Monaten ging Nvidia mit der neuen Noise-Removal Software viral. Nun möchte man weiterhin an dem Feature festhalten und es für jedermann zugänglich machen. Ebenfalls stellt man ein Feature vor, welches einen Greenscreen theoretisch obsolet macht. Laut Nvidia und diverser Insider schafft es das Programm recht zuverlässig den Nutzer von seinem Hintergrund mittels KI zu unterscheiden. Somit soll der Greenscreen überflüssig werden. Zumindest für kleinere Streamer und Content Creator.

Mit vermutlich den gleichen Parametern arbeitet das “Auto Frame”-Tool. Das Tool bietet die Möglichkeit den Ausschnitt der Kameraaufnahme in Echtzeit auf das Gesicht des Streamers zu fokussieren. Inwiefern dieses aber Anklang findet, bleibt abzuwarten.

RTX 3070, 3080 und 3090 vorgestellt

Nun zu dem eigentlich interessanten Teil: Die neuen Ampere-Grafikkarten.
Neben dem ersten offiziellen Blick auf die neuen Ampere GPUs kamen direkt technische Daten, Preise und Erscheinungsdaten. So sollen die 3 vorgestellten Karten bereits zwischen dem 17. September und Oktober erscheinen.

PreisSpeicherShader-TFLOPSRT-TFLOPSTensor-TFLOPSRelease
Geforce RTX 30901499 €24GB GDDR6X366928524.September 2020
Geforce RTX 3080699 €10GB GDDR6X305823817. September 2020
Geforce RTX 3070499 €8GB GDDR62040163Oktober 2020

Aber was können die nun jetzt?

Nvidias Performance-Grafik

Die RTX 3070 soll laut Jensen schneller als eine 2080 Ti sein. Allerdings besagt vorige Grafik, dass sie etwa gleichauf mit der 2080 Ti ist. Aber selbst wenn diese “nur” auf Niveau der 2080 Ti arbeitet, ist das eine deutliche Kampfansage in Richtung AMD. Besonders im Hinblick auf den Preis in Höhe von 499 €. Für die RTX 3080 und 3090 fehlen uns aktuell Referenzen und zumindest grobe Benchmarks um die Leistung der neuen Karten in einen sinnvollen Kontext zu setzen.

In der 2. Generation von RTX (Ampere), sollen 2 Shader-Berechnungen per Clock möglich sein. Daher sprechen wir von einem Unterschied zwischen 11 Shader T-Flops (RTX 20 Touring) und 30 Shader T-Flops (RTX 30 Ampere). Mit deutlich mehr RT Cores möchte man für Reflexionen und Beleuchtung eine effektive mögliche Rechenleistung für dieses Segment von 70 % erzielen.

Ebenfalls sollen die Tensor Cores selbst irrelevante Komponenten in einem Rendering erkennen und vernachlässigen. Somit möchte man mehr Performance für relevante Sektionen gewinnen. Man möchte dabei mit einer Leistungssteigerung von 170 % Punkten und somit 238 Tensor-TFLOPS statt 89 Tensor-TFLOPS, wie in der vorherigen Generation, erzielen.

RTX - DEDICATED RAY TRACING AND AI CORES
RTX – DEDICATED RAY TRACING AND AI CORES

In Kombination mit den RT Cores soll die effektive Last sinnvoll aufgeteilt werden, was in niedrigeren Frame Times und somit in höheren FPS resultiert. Nvidia möchte dabei den Tensor Core oder (TC) zuschalten, was die Frame Times von angeblich 51 ms (SM) auf 20 ms (SM + RT) bis 12 ms (SM, RT, TC) verbessert. So möchte man es schaffen, neben der schönen Grafik auch noch bessere Performance zu erzielen.

Doch ein anderes Kühlkonzept

Eigentlich dachte alle Welt, dass Nvidia mit ihrem neuen Kühlsystem den Airflow optimieren wollten. Wir berichteten bereits darüber mit unserer Theorie:

Der Lüfter auf der Rückseite der Grafikkarte saugt vor dem CPU Kühler Luft ein und bedient sich somit der vorhandenen Quelle an Luftstrom. Der Clou dabei? Der Lüfter drückt die Luft durch die Grafikkarte hindurch. Also, wirklich – durch. Der zweite Lüfter, der sich in der Nähe der Slotblende befindet, arbeitet wieder wie eine uns bekannte mit einem Radialsystem gekühlte GPU. In einem geschlossenen System kann so auf minimalen Raum eine große Menge an Hitze vom Hotspot (GPU) ohne Umwege abtransportiert werden.

Des Weiteren könnte man somit den Hitzetransfer der GPU und den des RAMs und der VRMs voneinander “trennen”. Die VRMs und der RAM könnten mit diesem Kühler-Design durch den in der Mitte der Grafikkarte befindlichen Passiven Kühler gekühlt werden.
Diese Theorie wird auch durch die Anordnung der Kühlrippen bestärkt. Die mittig angesetzten Kühlrippen können in keiner aktiven Kooperation mit dem Lüfter agieren, sind aber (hoffentlich) nicht nur Schaustücke.
Eine andere Theorie könnte auch sein, dass man RAM und VRMs näher an die GPU heranzieht und somit noch zum teil in den aktiven Kreislauf nahe der Slotblende mit einbezieht.”

Das Airflowsystem wäre wie folgt ausgefallen:

Die vermutete Lösung
Die vermutete Lösung

Stattdessen hat man aber die Schaufeln des oben zusehenden rechten Lüfters invertiert, sodass dieser nicht drückt, sondern zieht. Was Nvidia in diesem System für Tests und Berechnungen angestellt hat sind unklar, aber auf den ersten Blick erscheint es ineffizient verglichen mit dem vermuteten System. Allerdings ist es zu bezweifeln, dass Nvidia ein derartig unkonventionelles Design ohne eine Grundlage veröffentlicht.

Nvidias tatsächliche Lösung
Nvidias tatsächliche Lösung

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Quellen: NVIDIA GeForce

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